Zeichen der Zuversicht 4

Liebe Freundinnen und Freunde der Gemeinde in Athen,

an diesem Sonntag wollten wir gemeinsam mit Ihnen Gottesdienst in der Christuskirche und im Haus Koroneos feiern! Die Umstände den Corona-Virus betreffend lassen uns nun andere Wege gehen, um Ihnen Mut und Zuversicht zuzusprechen, die uns unser christlicher Glaube verheißt.

Bleiben Sie zuversichtlich und fühlen Sie sich von Gott behütet!

Wir grüßen Sie herzlich!

Pfarrerin Iris Kaufmann und Diakonin Reinhild Dehning

Andacht am Sonntag Lätare                                                        22.03.2020

Psalm 121
Ein Wallfahrtslied.

1 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?

2 Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.

4 Siehe, der Hüter Israels
schläft noch schlummert nicht.

5 Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.

7 Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.

8 Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!

Liebe Gemeinde in Athen,
in der evangelischen Kirche gibt es seit mehr als 30 Jahren die Fastenaktion „7 Wochen Ohne“. In diesem Jahr lautet das Motto „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“.
Dieses Motto können wir gut gebrauchen.
Wir befinden uns gerade in einer Situation, in der uns der Optimismus, die Hoffnung, die Zuversicht abhanden gekommen sind. Wir sind verunsichert, wissen nicht, was auf uns zukommt, sorgen uns, haben Angst. Jedes Mal, wenn wir die Nachrichten sehen, verschlägt es uns den Atem.
Ist das Motto zynisch – angesichts der derzeitigen Situation?
Nein, ich denke, wir müssen realistisch sein – aber nicht pessimistisch.
Der heutige Sonntag Lätare  ist der Freudensonntag mitten in der Passionszeit. Dieser Sonntag ist voll von Trost und Zuversicht.
In der Passionszeit feiert er schon mal die Auferstehung.
Lätare bedeutet „Freut euch“. Es sind die ersten Worte aus dem Text des Propheten Jesaja, der auch der Predigttext für diesen Sonntag ist.
Da heißt es in Jesaja 66, 10-14:
10 Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.
11 Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust.
12 Denn so spricht der Herr: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen.
13 Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.
14 Ihr werdet’s sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des Herrn an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.
Das sind unglaubliche Trostworte. Jesaja spricht zu Menschen, die alles verloren haben und nach 70 Jahren Asyl wieder in die Heimat zurückkehren und Angst haben, was sie da vorfinden. So wie wir heute die Bilder von kaputten Städten in Syrien sehen –  im Krieg zerfallen nicht nur Häuser, sondern auch Lebenserinnerungen. Jesaja spricht diese Worte des Trostes und des Friedens. Mögen sie doch auch im heutigen Syrien gelten, wo der Krieg immer weiter tobt und Menschen zur Flucht treibt.
Die Worte des Propheten Jesaja lenken den Blick vom Elend der Menschen auf Gott und auf das, was er tun kann! Er hebt Gottes weibliche Seite hervor – für mich das tröstlichste seiner Bilder:
Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet!
Jesaja malt uns Traumbilder vom überströmenden Glück und Wohlergehen.
Wie kann er das tun angesichts der Not? Darf er so sprechen als Prophet?
Ja, Jesaja drückt Visionen aus, die Hoffnung machen.
Die Angst ist groß, wir werden auf unsere Gefühle geworfen, die von Angst bestimmt sind. Aber die Angst ist keine gute Beraterin. Sie lähmt uns, sie lässt dunkle Seiten in uns aufkommen – sie braucht ein starkes Gegenüber. Und das ist die Hoffnung.
Die Hoffnung ist der Inhalt unseres Glaubens. Der heutige Sonntag lässt die Auferstehung durchscheinen, und im Evangelium von heute malt Jesus eindrucksvolle Bilder:
erst muss das Samenkorn sterben, wenn es in die Erde fällt, dann bringt es Frucht.
Erst muss das Brot verzehrt werden, um stärken zu können
Freut euch –  allem Leiden zum Trotz, ruft Jesaja.
Das ist gerade nicht leicht, Freude zu empfinden. Zu groß sind die Sorgen – ist der Kummer. Freude kann man nicht verordnen.
Wir können die Gegenwart Gottes in unserem Leben spüren, vielleicht im Gebet, vielleicht in Begegnungen – und seien sie zurzeit in der Ferne – vielleicht in dramatischen Situationen.
Aus Trauer kann wieder Freude, aus Verzweiflung Aufbruch werden:
Da ist die Möglichkeit, im Angesicht Gottes alles sagen zu können
oder einfach nur schweigen oder weinen oder sein zu dürfen
bei diesem liebevollen, mitleidenden, mütterlichen Gott!
Auch wenn wir nur das Schlimmste sehen: Trost ist ganz nahe. Denn Gottes Zusage gilt: „Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.“
Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröste
Lassen Sie sich trösten und ermutigen von unserem guten Gott!

Gebet
Gott, ich bin hier allein,
doch durch deinen Geist sind alle miteinander verbunden.
Jetzt, mein Gott, täten Engel gut –
an unserer Seite und um uns herum. Denn wir brauchen Mut und Fantasie und Zuversicht,
darum sende deine Engel,
zu den Kranken vor allem, zu den Besorgten,
zu den Alleingelassenen,
zu den vom Krieg Bedrohten,
sende deine Engel zu denen, die anderen zu Engeln werden,
Ärztinnen und Pfleger,
Rettungskräfte und Arzthelferinnen,
alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen,
die vielen Freiwilligen in den Einrichtungen und bei den Menschen zu Hause,
sende deine Engel zu den Verantwortlichen in Gesundheitsämtern und Einrichtungen, in Politik und Wirtschaft.
Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut,
du hast sie schon geschickt, sie sind ja da,
um uns herum.
Hilf uns zu sehen, was uns trägt,
was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet
mit dir, mein Gott,
denn das ist es, was hilft und tröstet,
jetzt und in Ewigkeit.
Amen

Lied
EKG 369 Wer nur den lieben Gott lässt walten
369:2 Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.
369:4 Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wir’s uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn.
369:5 Denk nicht in deiner Drangsalshitze, dass du von Gott verlassen seist und dass ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist. Die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel.
T und M: Georg Neumark (1641) 1657

Segen
Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Amen.

Zeichen der Zuversicht 3

Liebe Mitglieder und Freunde der Athener Kirchengemeinde,
heute erreichte uns ein Gebet mit dem Aufruf, es zu posten, weiter zu leiten, es auszudrucken und an unsere Türen und Fenster zu hängen. Diesem Aufruf kommen wir gern nach. Auch ein „Zeichen der Zuversicht“.

Bleiben Sie gesund, behütet und guten Mutes!Dr. Silke Weißker Vorgias und Vera Sficas

Zeichen der Zuversicht 2

Herr über Leben und Tod,

gerade in der weltweiten Zeit der Krise und Seuche kommen wir zu Dir:
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten Dich um Trost und Heilung!
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden!
Zeige Dich ihnen als der Auferstandene, der den Tod besiegt hat!
Bitte tröste alle, die jetzt trauern und Angst haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Gib allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft, wenn sie in extreme Situationen kommen.
Stärke die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung mit Mut und Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
– um Frieden mitten im Sturm, um klare Sicht, um Deinen Trost!
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, die sich einsam fühlen und die, die niemanden umarmen können.
Berühre Du ihre Herzen mit Deiner Sanftheit.
Wir bitten Dich, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.
Wir danken Dir für jeden Tag, den wir gesund sein dürfen!
Wir begreifen neu, dass das Leben ein Geschenk ist.
Wir erkennen, dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Wir sehen, dass Du allein ewig bist und dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Danke, dass Du uns ewiges Leben schenkst durch Jesus!
Niemand und nichts kann uns aus seiner Hand reißen.
Stell uns Dein kommendes Reich vor Augen.
Lege die Freude der Ewigkeit in unser Herz
und hilf uns, unser Leiden zu tragen, wenn Du es uns auferlegst.
Öffne uns die Augen und lass uns dankbar werden für vieles,
was wir ohne diese Krisen übersehen hätten,
Wir vertrauen Dir.
Amen

So haben wir auch am vergangenen Sonntag gebetet. Wir: Martin, Theologiestudent aus Jena, der bei uns im Gemeindehaus wohnt, ein eifriger Gottesdienstbesucher, der vor der Tür stand, als ich gerade den Beschluss der beiden Vorstände der Evangelischen Kirche Deutscher Sprache in Griechenland, Verein und Religiöse Juristische Person an die Türen von Kirche und Gemeindehaus kleben wollte, dass wir bis auf Weiteres keine Gottesdienste mehr feiern werden. Und Jörg, Carola und ich, die wir uns ganz spontan für eine Fürbitte in der Kirche verabredet hatten.
Wir haben pünktlich um 10.00 Uhr kräftig die Glocken geläutet. Wir wollten hören lassen: Die Kirche ist hier! Geschlossen aus Vernunft, aber offen im Sein. Wir sind da, mit Euch, für Euch. Wir haben die Kerzen angezündet, jeder hat einen Psalm gelesen, wir haben gesungen, ohne Orgel, aber so kräftig, wie sonst nie. Auch das Lied von Paul Gerhard Befiehl du deine Wege, EG 361.

1. Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

2. Dem Herren musst du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.

5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muss doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel.

Warum die fünfte Strophe? Was Gott sich vorgenommen und was er haben will, das muss doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. Ist das vielleicht auch eine Folge von Corona? Haben wir die Schöpfung nicht überstrapaziert, das von Gott Gegebene missbraucht? Und plötzlich wird durch einen winzigen, nicht sichtbaren Virus die Welt quasi über Nacht entschleunigt. Wir finden zurück zu dem, was wir wirklich brauchen. Und dazu haben wir Zugang, wenn schon nicht mehr zur Kirche!

Dieses Foto mit Text hat mir Anna Bertels (GebenGibt) weitergeleitet. Beten ist nicht abgesagt! Am letzten Sonntag nicht und an keinem Tag. Lasst uns beten, egal wo wir sind, am kommenden Sonntag um 10.00 Uhr und an jedem Tag.
Bleiben Sie alle gesund, behütet und guten Mutes!
Carola, Hilde, Jörg und Martin

Zeichen der Zuversicht 1

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Kirchengemeinde,

wir versuchen, Euch nahe zu sein, als Kirche in Zeiten großer Verunsicherung, Sorgen und Ängste. Wir sagen „Wir sind für Euch da!“.

Aber wie? Am 13. März kam von der griechischen Regierung die Anweisung, dass Gottesdienste und kirchliche Zusammenkünfte jeder Art ab sofort verboten sind. Ihr könnt also bis auf Weiteres nicht zur Kirche und zur Gemeinde kommen. Aber wir können zu Euch kommen. Immer mal wieder mit einem besonderen Gebet, einer Anregung zur Meditation, einem Lied, einem Text, einem Foto, einem Erfahrungsbericht, einer Predigt. Elektronisch! Per E-Mail. Aber auch ganz praktisch können wir vielen von Euch zur Seite stehen.

Bitte meldet Euch jetzt bei uns. Teilt uns telefonisch oder per E-Mail mit, ob Ihr oder jemand , den Ihr kennt und der keine E-Mail hat, Hilfe benötigt, von wem Ihr wisst, dass er oder sie sich unter den aktuellen Verordnungen und Empfehlungen nicht selbst versorgen kann, Begleitung zum Arzt braucht, Angst vor Ansteckung in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Taxi hat. Wir werden Mittel und Wege finden, unter Vorkehrung aller Vorsichtsmaßnahmen zu helfen.

Auch wer nur mal reden möchte, weil er sich einsam fühlt oder gerade besonders verunsichert oder ängstlich ist – Anruf genügt.

Und bitte meldet Euch, wenn Ihr bereit seid, telefonischen Kontakt zu Gemeindegliedern aufzunehmen oder wenn Ihr selbst gerne angerufen werden möchtet.

Bleibt gesund und guten Mutes!

Dr. Silke Weißker-Vorgias und Vera Sficas

Kontakttelefone:
Sekretariat: 210 3612713,
E-Mail: evgemath@gmail.com
Hilde Hülsenbeck: 6982424586

Maren Petsoula: 6948 318444 und 210-4132666,
E-Mail> evkidespa@gmail.com

Maren und Hilde werden unter Berücksichtigung des Datenschutzes, also ausschließlich für den o.a. Zweck eine Kontakttelefon-Liste anlegen und die Telefonpartner miteinander in Verbindung bringen. 

Wichtige Information

Liebe Gemeinde,

Die Deutsche Botschaft hat uns wie folgt informiert:

zu Ihrer Information die derzeit geltenen Beschränkungen in Bezug auf Flüge von und nach Deutschland:

Von der grc Zivilluftfahrtbehörde wurde ein sog. NOTAM (Notice to Airman) veröffentlicht, mit dem eine vorübergehende Luftraumbeschränkung bekannt gegeben wird. Danach werden alle Passagierflüge von und nach Deutschland vom 29.03. um 6:00 bis 15.04. um 6:00 eingestellt.

Es gelten folgende Ausnahmen: Fracht, medizinische Hilfsgüter und Personal, ferry (nur Crew, betanken),humanitäre Flüge, Regierung, Notfall, Militär, Frontex, Flüge für die Rückkehr von Griechen aus dem Ausland sowie Passagierflüge von Deutschland nach Athen (nicht umgekehrt, kein Abflug gestattet).

Text hier: http://www.ypa.gr/news/notam-gia-anastolh-pthsewn-ews-tis-15-aprilioy-2020-apo-kai-pros-ollandia-kai-germania-epitrepontai-mono-oi-afijeis-apo-germania-gia-to-aerodromio-ths-a8hnas-eley8erios-benizelos

Es gibt Reisemöglichkeiten nach Deutschland mit Umsteigen über Brüssel (ggf. auch über Zürich).

Brief des Botschafters Dr. Ernst Reichel an seine Landsleute in Griechenland

wie in Deutschland sind wir auch in Griechenland mit der unsicheren und unübersichtlichen Lage angesichts der weltweiten Ausbreitung des Covid19-Virus konfrontiert. Die griechische Regierung hat rasche und entschlossene Maßnahmen getroffen, die Sie und Ihre Familien in Ihrer gewohnten Lebensweise einschränken und Sie zwingen, Ihre Pläne und Verhaltensweisen vorübergehend zu ändern.
Mein Appell an Sie ist: Bitte haben Sie Verständnis für die Maßnahmen, und folgen Sie den Handlungsanweisungen, aus Rücksicht auf andere und auf sich selbst. Das gilt für die Aufforderung, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden, wie für hygienische Schutzmaßnahmen. Unterrichten Sie sich regelmäßig über die jeweils gültigen Maßregeln auf der Webseite der griechischen Regierung oder in den Sondersendungen des griechischen Fernsehens. Zusammenfassende Informationen auf Deutsch haben wir auf unserer Webseite www.griechenland.diplo.de/corona für Sie zusammengestellt.
Die Botschaft in Athen und das Generalkonsulat in Thessaloniki sind auch in dieser schwierigen Situation für Sie da. Den Maßnahmen der griechischen Regierung zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus müssen allerdings auch wir Rechnung tragen, und dies bringt organisatorische Umstellungen auch für unser Dienstleistungsangebot mit sich. Bis auf weiteres können wir leider nur unaufschiebbare konsularische Dienstleistungen erbringen. Bitte wenden Sie sich nur mit dringenden Anliegen an uns. Bitte nutzen sie hierfür das Telefon oder die Mail. Hinweise zu unserer Erreichbarkeit und weitere Informationen, insbesondere die laufend aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweise, finden Sie auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretungen in Griechenland: www.griechenland.diplo.de
Falls Sie sich vorübergehend in Griechenland aufhalten, als Tourist oder als Geschäftsreisender, empfehle ich Ihnen, den Besuch zu verkürzen und an Ihren Wohnort in Deutschland zurückzukehren. Wenden Sie sich hierzu in erster Linie an Ihren Reiseveranstalter oder Ihre Fluglinie. Falls Sie aktuell eine nicht notwendige, touristische Reise nach Griechenland planen, beachten Sie bitte, dass das Auswärtige Amt hiervor warnt, denn Ihre Rückreise kann nicht garantiert werden. Außerdem sind nach Griechenland einreisende Personen verpflichtet, sich 14 Tage in Hausquarantäne zu begeben.
Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, rufen Sie die griechische Gesundheitsbehörde EODY unter 1135 an und lassen Sie sich zum weiteren Vorgehen beraten. Auf unserer Webseite finden Sie die Liste mit den 13 Referenzkrankenhäusern, die im Notfall Erkrankte aufnehmen.
Prüfen Sie auch, ob Sie über Ihre Mobiltelefone die Funktion „Notrufnachrichten empfangen“ eingestellt haben, so können Sie aktuelle Meldungen über den europäischen Krisenwarnmechanismus 112 erhalten. In der vergangenen Woche wurde auf diesem Weg z.B. die Aufforderung an Risikogruppen versandt, möglichst zu Hause zu bleiben.
Bleiben Sie gesund!
Ihr
Ernst Reichel
Botschafter

Die Orginalbotschaft können Sie hier lesen.
Wir bitten um Nachsicht, dass das Format nicht dem Orginal entspricht.

Kanzelabkündigung der Bayer. Kirche für Sonntag, 15. März.

Das ist die offizielle Kanzelabkündigung der Bayer. Kirche für kommenden Sonntag, 15. März. – Finde ich differenziert und hilfreich.
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit” (2.Timotheus 1,7). Liebe und Besonnenheit – was heißt das für unser Handeln gegen die Ausbreitung des Corona-Virus?
Viele von uns müssen gegenwärtig schwierige und teilweise schmerzliche Entscheidungen treffen. Welche Veranstaltungen können stattfinden? Welche müssen wir absagen? Wieviel Vorsicht ist in unseren persönlichen Beziehungen im Umgang mit andren Menschen geboten? Können wir überhaupt noch jemanden körperlich berühren? Und gerade wenn es auch um andere Menschen geht: Wie können wir das richtige Maß zwischen zuversichtlicher Gelassenheit und Leichtsinn finden?
Sie haben es vermutlich in der Presse gelesen: wir haben die konstituierende Tagung der neuen Landessynode vom 22.-26. März in Bayreuth schweren Herzens bis auf Weiteres verschoben. Mit dieser Entscheidung beteiligen wir uns an den allgemeinen Präventionsbemühungen gegen die weitere Verbreitung des Corona-Virus. Auch andere kirchliche Veranstaltungen und große Gottesdienste müssen abgesagt werden. Auch bei Ihnen in den Gemeinden werden die damit verbundenen schwierigen Abwägungen zu treffen sein.
Auch in unserem persönlichen Verhalten brauchen wir die Kraft, Liebe und Besonnenheit, von der Paulus spricht. Die Liebe drängt nach der Umarmung oder zumindest dem Handschlag. Die Besonnenheit lässt uns das freundliche Zunicken vorziehen – oder auch den Stups mit dem Ellenbogen als neue Form der Begrüßung. Die Liebe zeigt uns aber ganz bestimmt den richtigen Weg. Die Liebe sagt: Rücksicht auf andere ist wichtiger als die eigene Gelassenheit.
Wenn wir jetzt unerwartet mehr Zeit haben durch abgesagte Veranstaltungen oder weil wir zuhause bleiben müssen, dann können wir sie nutzen für Besinnung, Gebet, Psalmenmeditation, Auftanken und Gemeinschaft mit lieben Menschen.
Wir denken an die Menschen, die gesundheitlich mit den Folgen des Virus kämpfen. Wir denken auch an die Menschen, die spürbar unter den wirtschaftlichen Konsequenzen des Virus zu leiden haben. Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Geschäftsleute bangen um das wirtschaftliche Überleben. Für sie alle und für uns selbst wollen wir beten: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Als Christen leben wir nicht aus der Angst, sondern aus dem Vertrauen. Bei allem was jetzt an Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen ist, wissen wir: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.” Das ist die beste Voraussetzung, jetzt das Richtige zu tun, um Gefahren für die Zukunft zu vermeiden und gleichzeitig tief in der Seele zu spüren: Gott ist bei uns jeden Tag. Auf ihn vertrauen wir, egal, was kommt.
Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof“

Mitteilung

Liebe Mitglieder und Freunde der Evangelischen Kirchengemeinde in Athen,

Nach zwei Tagen der konstruktiven Gespräche zwischen allen Verantwortlichen der Evangelischen Kirchengemeinde Deutscher Sprache in Athen und Vertretern der EKD ist ein Anfang zum Neuanfang geschafft. Die Vorstände der beiden Körperschaften Verein und Religiöse Juristische Person vereinbarten die Gründung einer gemeinsamen Interims-Arbeitsgemeinschaft.

Diese Arbeitsgemeinschaft wird den Prozess einer weiteren Einigung organisieren, an dessen Ende die tatsächliche gemeinschaftliche Leitung der Athener Kirchengemeinde stehen soll. Für die dafür erforderlichen Schritte wurden konkrete Termine vereinbart.

Die Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland haben zugesagt, diesen Prozess durch die befristete Beauftragung eines Pfarrers zum April 2020 zu unterstützen.

Nach dem gemeinsam gefeierten Abendmahlsgottesdienst am Sonntag, dem 26. Januar 2020 unterzeichneten beide Vorstände und die EKD eine Erklärung zum weiteren Vorgehen. Mit Erleichterung und in großer Zuversicht konnten so die Weichen gestellt werden, um die Gemeinde wieder zusammenwachsen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

für den Verein und die Religiöse Juristische Person der EVANGELISCHEN KIRCHE DEUTSCHER SPRACHE IN GRIECHENLAND

die jeweils 1. Vorsitzenden
Dr. Silke Weißker-Vorgias und Vera Sficas