Zeichen der Zuversicht 14

Liebe Mitglieder und Freunde der Athener Kirchengemeinde,
zum Auftakt der Woche ein Gebet von Pfarrer Holger Nollmann, der zweimal für mehrere Wochen in Athen war und mit uns einige Gottesdienste gefeiert hat. Er lebt jetzt mit seiner Familie in Bochum, wo er für die Friedenskapelle und die Seelsorge im Q 1 verantwortlich ist. Q1? Das ist ein Modellprojekt  in gemeinsamer Trägerschaft von IFAK e.V. und der Evangelischen Kirchengemeinde in Bochum. Das „Q1 – Eins im Quartier. Haus für Kultur, Religion und Soziales“ im Bochumer Westend leistet einen nachhaltigen Beitrag zur sozialen und kulturellen Entwicklung des Bochumer Westends. Es steht für eine Öffnung und die dynamische Weiterentwicklung bereits bestehender sozialer Angebote und Arbeitsfelder. Die Aktivitäten im Q1 sollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt (im Stadtteil) stärken, wobei die interkulturelle, interreligiöse, intergenerationelle, auf Dialog angelegte Bildung und Beratung eine ebenso große Rolle spielt wie die Vernetzung im Stadtteil.

Die Leitlinien der Arbeit sind

a) Interkulturelle Arbeit
b) Interreligiöse Arbeit: Gemeinsamkeiten finden – Unterschiede feiern
c) Partizipation und Demokratieförderung
d) Netzwerke und sozialräumliches Arbeiten
e) Generationen übergreifendes Lernen und Leben
f) Gender und Diversitätsbewusstsein

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Pfarrer Nollmann in der Bochumer Friedenkapelle.
Und hier sein Gebet:
Gott.
Wir sind verbunden.
Als Menschen mit Menschen.
Als Vertrauende miteinander.
Als Vertrauende und Menschen mit Dir.
Wir bringen Dir unsere Gedanken, unser Danken und unser Sorgen.
Wir denken an finstere Täler
auf dieser Deiner, auf dieser unserer Welt.
Sei Du da.
Tröste.
Trage mit.
Wir suchen den Weg durch diese Welt.
Nimm uns auf die Schultern,
Wenn wir uns nicht mehr auskennen.
Wir denken an alle, die sich verirrt haben.
Die Wege suchen.
Die sich suchen.
Oder die Dich suchen.
Flüstere ihnen ins Ohr: Ach Du!
Wir denken an alle, die wir lieben.
Was tun sie gerade.
Wir denken an alle, die in diesen Zeiten noch einsamer sind.
Wir denken an alle Kranken.
Und an alle Kranken in Krankenhäusern, die keinen Besuch haben können.
Wir denken an alle, die helfen.
Sie setzen sich und ihre Kraft und ihre Gaben ein füreinander.
Gott.
Wir sind Deine Menschen.
Wir sind miteinander verbunden.
Atmen die Luft Deiner Schöpfung.
Beten zu Dir in allem, was ist.
Beten zu Dir mit den Worten, die uns im Herzen wohnen. 

In der Gewissheit, dass wir Gottes Menschen sind, dass wir miteinander verbunden sind, grüßen wir Sie und Euch zum Wochenbeginn!Dr. Silke Weißker-Vorgias und Vera Sficas